Anmeldesituation enttäuschend

Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen trafen sich bereits, um eine Analyse vorzunehmen und Anregungen zu einer Verbesserung der Anmeldelage zusammenzutragen.

Veränderung
2009/10 > 2010/11

Heriburg

Pius

Nepomucenum

StadtschülerInnen

- 23 %

- 29 %

+ 6 %

FahrschülerInnen

+ 29 %

+ 2 %

- 74 %

Auffällige Besonderheit: einem Zugewinn im Stadtbereich trotz insgesamt zurückgehender SchülerInnenzahl steht ein extremer Einbruch im FahrschülerInnenbereich gegenüber.

Bericht der AZ-Coesfeld (VTH)
Die Hauptschulen verlieren Schüler, die Theodor-Heuss-Realschule zählt zu den Gewinnern, und das Nepomucenum- Gymnasium zu den Verlierern: Das sind die wichtigsten Ergebnisse, die aus den Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen im kommenden Schuljahr hervorgehen. 

497 Kinder wechseln im nächsten Schuljahr von der Grundschule auf eine Hauptschule, Realschule oder ein Gymnasium, davon kommen 378 aus Coesfeld. Das sind insgesamt 57 Kinder weniger, davon 24 aus Coesfeld. Das Nepomucenum-Gymnasium hat nur 50 Anmeldungen - nach 84 im Vorjahr, während am Heriburg erneut 123 Schüler starten wollen."Die Unterschiede sind so groß, dass nicht alle angemeldeten Schüler zum Heriburg gehen können", sagt Dezernent Dr. Thomas Robers. Denn nach den gesetzlichen Regelungen sollen bei zwei städtischen Gymnasien ähnliche Voraussetzungen bestehen, was die Klassengröße angeht. "Vom Heriburg müssen von daher acht Schüler zum Nepomuc rüber", so der städtische Fachbereichsleiter Hubert Hessel. Dann können beide Gymnasien Klassen mit 27 bis 29 Schülern bilden. Die Stadt habe die Eltern bereits angeschrieben und hoffe darauf, dass sich acht Freiwillige melden. "Sonst müssen wir per Los entscheiden." Bei den Realschulen startet die Freiherr- vom-Stein-Schule nur noch mit drei Klassen, im Vorjahr waren es noch vier. Dafür hat die Theodor- Heuss-Realschule, die jetzt erstmals Ganztagsunterricht anbietet, 23 Schüler mehr als im Vorjahr - eine ganze Klasse. "Das Anmeldeverhalten war eine spannende Sache", findet Robers. "Denn niemand wusste so genau, wie die Ganztags-Pläne ankommen." Offenbar sei das Konzept aufgegangen. "Der Bedarf ist vorhanden. Man sieht es an den Anmeldungen." Die beiden Hauptschulen in Coesfeld verlieren zwar Schüler, bilden aber beide wie im Vorjahr zwei Klassen. "Das werden kleine Klassen mit 18, 19 Schülern", erläutert Hessel. Die Übergangsquote von den Grundschulen auf eine Hauptschule beträgt nur noch 18 Prozent (Vorjahr: 21,3 Prozent). Der Rückgang insgesamt an Schülern erklärt sich zum einen damit, dass es weniger Kinder aus Coesfeld gibt (24), zum anderen, dass weniger Schüler aus dem Umland kommen. Aus Rosendahl meldeten sich - unter anderem wegen der Verbundschule in Legden - 17 Schüler weniger als im Vorjahr an. Aus Gescher besuchen 20 Schüler weniger ein Coesfelder Gymnasium. Nur aus Billerbeck verzeichnet Coesfeld einen Zuwachs.